BAIKAL

Zittau K80 - Private Homepage

 

Bei der jeder der drei Reisen hatten wir Gelegenheit, den Baikal zu besichtigen. Bei unserem ersten Besuch fuhren wir am Abend des 25. April 2012 mit dem Taxi zum wasserreichsten und tiefsten See der Erde. Der See ist im Mittel 65 km breit und weist eine Gesamtlänge von 660 km auf. Er besitzt mehrere Zuflüsse, jedoch nur einen Abluss - die Angara. Diese fließt später in den Jenissee und mit ihm nach nach einigen Tausend Kilometern in das Nordpolarmeer. Die Fahrt zu dem von Irkutsk 65 km entfernt gelegenen Ort Listwjanka dauert etwa eine Stunde. Angekommen am See, gingen wir ein paar Minuten spazieren, um bald ins Restaurant des Hotels "Mayak" einzukehren. Dort aßen wir etwas Fisch und tranken zusammen mit unseren Kollegen aus dem Moskauer Büro und denen von der Firma "Tyashmash" auch ein Glas Wodka. Bei dem Fisch handelte es sich um "Omul". Das ist ein heringsartiger Fisch, der nur im Baikal und seinen Nebenflüssen lebt.

Im darauf folgendem Jahr hatten wir mehr Zeit, den See zu besichtigen, da sich unsere Mission über zwei Wochen erstreckte und damit auch ein Wochenende beinhaltete. Gemeinsam mit meinen Kollegen Wladimir und Konstantin fuhr ich am 9. Juni 2013 erneut zum See. Diesmal nahmen wir den Linienbus. Auf Grund des geringen Passagieraufkommens (die Einheimischen fahren lieber mit dem PKW) werden auf der Strecke hauptsächlich Kleinbusse eingesetzt. Die Fahrt ging wieder zum gleichen Ort, da eine Reise zum nächsten Ort (auf der Westseite des Sees) zu lange gedauert hätte. Zunächst besichtigten wir einen kleinen Markt mit Souvenierständen in der Nähe des Hotels "Mayak". Kurz darauf erreichten wir den Fischmarkt, wo wir für wenig Geld etwas Fisch aßen und ein Bier tranken. Dann spazierten wir am Ufer weiter nach Norden. Auf der gegenüber liegenden Seite sah man die schneebedeckten Berge, hinter denen bereits die Mongolei beginnt. Auf einer Wiese landeinwärts waren Einheimische damit beschäftigt, mit primitiven Hilfsmitteln Fisch zu räuchern. Danach trafen wir auf einige verfallene Gebäude, die in der Sowjetzeit vielleicht zur einer Fischereisowchose gehört hatten. Immerhin hatten ein paar junge Leute die Gelegenheit genutzt, die Wände mit Grafitti zu verzieren. Bald nach den verfallenen Gebäuden begann die Steilküste und wir stiegen auf einem schmalen Pfad immer weiter nach oben. Nach einer guten Stunde Wanderung hatten wir eine Höhe von etwa 100 m über dem See erreicht. An dieser schönen Aussicht verweilten wir kurz, um die grandiose Landschaft zu genießen. Danach mussten wir leider umkehren. Auf dem Weg fand ich immer wieder interessannte Pflanzen (als Fotomotiv), die jetzt im sibirischen Frühjahr blühten.