SCHKOPAU

Zittau K80 - Private Homepage

 

Kraftwerk Schkopau

 

Das Kraftwerk Schkopau befindet sich südlich der Stadt Halle. Es gehört der Firma UNIPER, einer Tochter des Energiekonzerns E.ON. Als Brennstoff wird Rohbraunkohle aus dem Tagebau Profen (MIBRAG) eingesetzt. Der Transport des Brennstoffes erfolgt mit der Bahn. Für die Entladung wurde am Rande des Werksgeländes ein eigener Bahnhof errichtet. Hier wird auch der für die Entschwefelung erforderliche Kalkstein entladen. Das Kraftwerk besitzt 2 Blöcke, die mit überkritischen Dampfparametern arbeiten.

Die Dampferzeuger der Blöcke A und B des Kraftwerkes Schkopau wurden in den Jahren 1995 und 1996 vom Konsortium BABCOCK-STEINMÜLLER errichtet. Das Kraftwerk besitzt eine Gesamtleistung von 2 x 450 MW. Zusätzlich kann eine Leistung von 110 MW kann mit einer Frequenz von 16⅔ Hz mittels einer separaten Turbine als Bahnstrom bereitgestellt werden. Der Dampf für die Bahnstromturbine wird der Heißen Schiene entnommen.

Die beiden Dampferzeuger sind als Turmkessel ausgeführt. Die Aufbereitung der Kohle erfolgt mit 8 Mühlen ds Typs DGS65. Hierbei handelt es sich um eine BABCOCK-Ventilatormühle mit Vorschlägergruppe. Die Dampferzeuger waren ursprünglich für ein Brennstoffband mit Heizwerten von 11,0 bis 12,5 MJ/kg ausgelegt. Die für dieses Brennstoffband ausgelegte Feuerung besaß 8 Doppelbrenner. Jeder der beiden Teilbrenner besaß 3 Staubfinger sowie eine Oberluft, eine Unterluft und 2 Zwischenluftzuführungen.

Auf Grund der sich mit der Zeit verschlechternden Qualitätsparameter der MIBRAG-Kohle war eine Anpassung der Feuerung erforderlich. Diese erfolgte im Jahre 2004 durch die Firma ALSTOM. Der Neuauslegung der Feuerung wurde ein Brennstoffband mit Heizwerten von 9,5 bis 10,5 MJ/kg zu Grunde gelegt. Die Doppelbrenner wurden durch einen Einfachbrenner mit nur 2 Staubfingern ersetzt.

Auf Grund einer neuen Gesetzgebung sowie der Eigenschaften des eingesetzten Brennstoffs ist in Zukunft die Nachrüstung einer Quecksilberabscheidung erforderlich. Hierzu wurden in letzter Zeit erfolgreich verschiedene Verfahren getestet. Eine Hg-Onlinemessung ist bereits installiert.