PYRAMIDEN

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Am 16. April besichtigten wir  die Pyramiden von Sakkara und Giseh. Beide befinden sich unmittelbar in der Umgebung von Kairo. Die Besichtigung der antiken Stätten hatten wir bereits bei unserer Ankuft in Kairo gebucht. Uns wurden ein Auto mit Fahrer und eine persönliche Reiseleiterin gestellt.  Wir führen in südlicher Richtung und erreichten nach ca. 20 km das Dorf Sakkara. Unten in den Niederungen des Nil ist alles grün da jede verfügbare Stelle bewässert und landwirtschaftlich genutzt wird. Die Pyramiden von Sakkara befinden sich, wie alle ägytischen Pyramidenstätten, auf der westlichen Seite des Nil. Vom Ortrand, wo abrupt die Wüste beginnt,  führt die Straße eine Böschung hinauf  und man erreicht ein Plateau, von dem man einen guten Ausblick auf das fruchtbare Niltal hat.  In nur 12 km Entferung kann man bereits die Pyramiden von Dashur sehen. Hier hat Pharao Snofru mit der Roten Pyramide im 3. Versuch die erste statisch stabile Großpyramide errichten lassen. Auch einer der gescheiterten Versuche, die Knickpyramide, befindet sich an diesem Standort.

Die erste Sakkara errichtete Pyramide ist eigentlich eine Stufen-Mastaba. Pharao Djoser, der in der 3. Dynastie um etwa 2650 BC lebte, wollte dass seine Grabstätte an diesem erhöhten Ort errichtet wird. Zunächst baute man einen Pyramidenstupf, der dann in mehreren weiteren Bauphasen um weitere 5 Etagen aufgestockt wurde. Neben der Djoser-Mastaba gibt es noch zahlreiche weitere Grabanlagen und Pyramiden, die teilweise bis in die 6. Dynatie reichen. Ein antiker Tempel  aus der Djoser-Zeit wurde in seiner baulichen Struktur wiederhergestellt und gibt einen guten Eindruck von der Architektur dieser Zeit.

Auf dem Pyramidenkomplex von Sakkara  besichtigten wir die Pyramde des Pharao Teti aus der 6. Dynastie. Diese war ursprünglich 52 m hoch. Sie  ist als Pyramide heute eigentlich nicht mehr zu erkennen. Sie  sieht aus, wie ein Sandhügel in der Wüste.  Die Grabkammern im Inneren sind jedoch noch ausgezeichnet erhalten.  Die Wände und die Decke sind mit Reliefs verziehrt und Inschriften  beschrieben. Auch der ca. 60 Tonnen schwere Sakopharg aus sudanesischer Grauwacke ist erhalten. Gleich neben der Teti-Pyramide befindet sich die aus 32 Räumen bestehende Grabanlage  des Ministers Mereruka, der mit einer Tochter von Pharao Teti verheiratet war. Die Grabanlage ist mit außerst prächtigen Reliefs verziert, die nach  etwa 4.500 Jahren noch immer Originalpigmente aufweisen und einen bildhaften Eindruck aus dieser längst vergangenen Periode vermitteln.

Nachdem wir unser Mittagessen in einem am Nil gelegenen Restaurantin Kairo eingenommen hatten, besichtigten wir am Nachmittag die Pyramiden von Giseh. In Giseh liehen wir uns Kamele aus und erhielten eine etwa 2 stündige Führung durch die antiken Stätten. Zunächst mussten wir aus dem Niltal heraus auf das Plateau reiten. Aus der Ferne hatte man bereits einen imposanten Blick auf die 3 großen Pyramiden. Die östlichste ist die von Pharao Cheops, die auch die größte jemals errichtete Pyramide ist. In westlicher Richtung folgen dann die Pyramiden seines Sohnes Chephren und seines Enkels Mykerinos. Die Pyramiden von Giseh wurden in der 4. Dynastie im Zeitraum 2.620 bis 2.500 BC  errichtet.  Optisch wirk die Chephren-Pyramide größer, als die des Cheops, da diese auf einem ca.  10 m höherem Plateau steht. Die Chephren-Pyramide besitzt auch noch einen Teil der ursprünglichen Verkleidung aus Kalkstein sowie einen Teil des Sockels aus Rosengranit. Deutlich kann man noch die Spuren der "Steinräuber" sehen. Außer den 3 Großpyramiden befinden sich auf dem Komplex noch weitere kleine Pyramiden und Grabanlagen  von Angehörigen, Priestern und Beamten.  Nach der Besichtigung der Pyramiden reiten wir auf einer Rampe nach unten, die wohl bereits für die Errichtung der Pyramiden genutzt worden ist. Unten befinden sich ein Gebäude, das für die Mumifizierung der königlichen Leichname errichtet worden war und der berühmte aus einem Felsen gehauene Sphinx