2010_ZULJANA

Zittau K80 - Private Homepage

Im Jahre 2010 traten wir unseren großen Jahresurlaub bereits im Mai an. Unser Ziel war Kroatien. Zunächst ging es per Flug nach Split. Mit dem Mietwagen führen wir dann weiter nach Süden, um am Nachmittag den kleinen Ort Zuljana auf der Halbinsel Peljesac zu erreichen. Dort hatten wir eine Ferienwohnung auf der Tauchbasis von Teo Lopin gemietet. Das Wasser war anfangs mit 14 bis 16 °C noch reltiv kühl. Dafür waren noch nicht so viele Feriengäste im Ort. Einer der Dauergäste war der österreichische Kammersänger Otto Korn, der mit seiner Frau und seinem Hund Bonzo mit dem Auto aus Österreich angereist war. Im Herbst des Jahres ist er noch bei den Bayreuther Festspielen aufgetreten. Außerdem lernten wir Achim aus Stuttgart kennen, der seinen Job bei Mercedes an den Nagel gehängt und sich in Kroatien ein Boot gekauft hat. Nach einem Sturm und Motorausfall war er in Zuljana gelandet, wo er vor seiner Weiterfahrt nach Italien noch ein paar Reparaturen ausführen musste.

 

 

Zum Tauchen hatte Teo Lopin ein einfaches aber sehr praktisches Boot mit Kunstoffkorpus. Die meisten der Tauchgänge aber unternahmen wir mit seinem Sohn. Da ging manchmal auch etwas durcheinander. So wurde bei einem Tauchgang, wo es an der Oberfläche eine heftige Strömung gab und er uns in der Tiefe rote Gorgonien zeigen wollte, die Gruppe in mehrere Teile zerrissen. Ansonsten hatten wir wieder unsere Fotoausrüstung dabei. Da es mit dem fotografieren von Fischen wegen meiner unzureichenden Tarierung nicht richtig klappte, versuchte ich es mal mit Schwämmen und Langusten. Und siehe da - es kamen schon mal ein paar brauchbare Fotos heraus.

Ein interessanter Tauchgang war der zum Wrack eines deutschen Schnellbootes aus dem 2. Weltkrieg. Es war eine S55, die mit 2 kräftigen Mercedesmotoren ausgerüstet war und eigentlich jedem feindlichen Boot entkommen konnte. Aber als die Engländer mit ihren Kriegsschiffen die Bucht abgeriegelt hatten, gab es kein Entkommen mehr. Schwer beschädigt gelang es noch das Boot in Ufernähe zu bringen, bevor die Besatzung das Boot selbst versenkte. Zwei Deutsche wurden durch den Beschuß getötet. Der Rest der Besatzung konnte sich retten. Im Torpedorohr des Bootes lebt heut eine Muräne und auch sonst gibt es noch einige Fische am Wrack zu sehen.