2018_PIK_LENIN

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Da ich seit Mai dieses Jahres in der passiven Phase der Altersteilzeit bin, war es mir möglich, eine längere Bergexpedition in Angriff zu nehmen. Nach 3 Fünftausendern sollte es nun diesmal ein Siebentausender werden. Hierzu bot sich natürlich der Pik Lenin in Kirgistan an, der technisch sehr einfach ist. Wegen der enormen Höhe darf man aber einen solchen Berg aber dennoch nicht unterschätzen. Ich buchte auch diesmal wieder bei Summit Climb. Wir waren insgesamt 5 Bergfreunde aus 4 Ländern, die dieses Unternehmen in Angriff nahmen (Rupert aus Österreich, Radek aus der Schweiz, Marcin aus Polen sowie Johannes und ich aus Deutschland). Hinzu kammen der Expeditionsleiter Martin aus Deutschland sowie der Bergführer Andrej, der im kasachischen Almaty wohnt.

Ich startete 2 Tage vor dem eigentlichen Expeditionsbeginn, um zuvor noch den Issyk-Kul, einen 280 Kilometer langen und mehr als 600 Meter tiefen Hochgebirgssee zu besichtigen. Am 14. Juli war dann der eigentliche Expeditionsbeginn. Wir trafen uns (bis auf Johannes und Radek) noch an diesem Abend im Hotel "Golden Tulip" in Bischkek. Am nächsten Tag flogen wir (dann vollständig) weiter nach Osch, der zweitgrößten Stadt des Landes. Da wir auch dort noch einmal übernachteten, hatten wir Zeit, uns in der Stadt etwas umzusehen. Insbesondere besichtigten wir den Basar und kauften noch größere Mengen an Getränken für die Expedition ein.

Am nächsten Tag ging es in etwa 5-stündiger Fahrt zum Basislager, das sich bereits auf einer Höhe von 3700 Metern befindet. Dort unternahmen wir am nächsten Tag eine erste Akklimatisationstour auf einen in der Umgebung liegenden Hügel. Dann ging es weiter zum Advanced Base Camp (ABC oder Camp1), wo wir einige Tagen blieben und eine weitere Akklimatisationstour auf den immerhin schon 5100 Mweter hohen Yukin Pik unternahmen. Danach folgte der erste Höhenaufstieg zum Camp2, das sich in einer Höhe von 5500 Metern befindet. Dort blieb ich für eine Nacht und musste am nächsten Tag mit Marcin wegen Akklimatisationsproblemen absteigen. Radek und Johannes stiegen mit Martin und Andrej zum Camp 3 auf 6100 Meter Höhe auf.

Zurück im Basislager erholte ich mich relativ schnell und stieg noch einmal auf den Yukin Pik. Inzwischen hatte es Neuschnee gegeben. Dennoch konnten wir erneut zum Camp2 aufsteigen. Diesmal konnte ich auch noch bis zum Camp3 gehen und erreichte sogar den 6200 Meter hohen Rozdellnaja Pik. Wegen der hohen Lawinengefahr, war jedoch ein Aufstieg zum Hauptgipfel jedoch im zur Verfügung stehenden Zeitfenster nicht möglich. Insbesondere wegen der Todesfälle in den letzten Tagen waren wir gewarnt und wollten auf keinen Fall ein nicht kalkulierbares Risiko eingehen. Trotz des nicht erreichten Gipfels war es eine schöne und interessante Tour.