2015-UGANDA

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Uganda 2015 - Eine Reise zu den Berggorillas und zum Ruwenzori-Gebirge

 

Bereits vor der Besteigung des Kilimandscharo im Jahre 2011 hatte ich den Wunsch, das Ruwenzorigebirge in Uganda zu besteigen. Da ich allerdings noch keine Erfahrung mit sehr hohen Bergen hatte, wählte ich zuerst den Kilimandscharo. Nach dieser Tour hielt ich mich für weitere Aufgaben fit. So absolvierte ich Jahr für Jahr ein Laufpensum von mindestens 1.000 km. Außerdem durchquerte ich im Sommer mit Rucksack und Zelt die Berge Korsikas.

 

Die Sehnsucht nach dem "Mondgebirge" entwickelte sich bei mir auch durch das Lesen des Buches "Emin Pascha und die Meuterei in Äquatoria". Das Buch aus dem Jahre 1890 war mir auf einem Trödelmarkt in die Hände gefallen. Geschrieben hatten es Henry Morgan Stanley und Thomas Jephson, die den Verwalter von "Äquatoria" Emin Pascha befreien wollten, den sudanesische Rebellen festhielten. Emin Pascha, der eigentlch Eduard Schnitzer hieß, stammte aus dem oberschlesischen Oppeln. In Breslau und Berlin hatte er Medizin studiert. Über einige abenteuerliche Wege war er in den Dienst des Osmanischen Reiches getreten.Von Ägypten aus wurde er als Verwalter in die Äquatorialprovinz gesendet, wo er zunächst sehr erfolgreich arbeitete. Er selbst nannte sich "Emin" und die Türken hatten ihn den Titel "Pascha" verliehen.

 

Die Tour hatte ich beim Reiseveranstalter "Summitclimb" gebucht. Meine beiden Mitstreiter Matthias und Kai kannte ich vor der Reise nicht. Kai reiste ein paar Tage später an, so dass ich die Tour zum Bwindi-Nationalpark nur mit Matthias antrat.

 

Abends in Entebbe angekommen fuhren wir zunächst nach Kampala, um dort im Hotel "Africana" zu übernachten. Am nächsten Tag fuhren wir mit unserem Fahrer Matia in einer etwa 7 stündigen Fahrt über Fort Portal und Kasese zur Hippo-Hill-Lodge, die sich am nördlichen Ufer des Lake Edward befindet. Südlich von Kasese überquerten wir den Äquator.

 

 

Wir hatten zwar keine Safari gebucht, aber bei den Fahrten zum Hippo Hill und zum Bwindi-Nationalpark sahen wir am Straßenrand immer wieder Wildtiere. Unser Fahrer Matia war auch stets ein aufmerksamer Beobachter und hielt das Fahrzeug an, wann immer es etwas zu sehen gab.

Vom Hippo-Hill aus fuhren aus fuhren wir am nächsten Tag zum Bwindi-Nationalpark. Dieser befindet sich südlich vom Lake Edward nur 15 km von der kongolesischen Grenze entfernt. Die Tour dorthin gestaltete sich bereits als Safari, da man vom Wegesrand aus bereits zahlreiche Wildtiere beobachten konnte. Im Bwindi-Nationalpark hatten wir uns für das Gorilla-Tracking angemeldet. Beim Briefing wird man in Gruppen aufgeteilt und wird mit der Gorilla-Familie vertraut gemacht, die man dann besuchen darf. Nach dem die Späher die Familie gefunden haben, wandert man bis zu deren Aufenthaltsort. Dort darf man diese eine Stunde lang begleiten.

 

Am Nachmittag gingen wir noch einmal in den Regenwald, um 3 Wasserfälle zu besichtigen. Zur Gewährleistung der Sicherheit wurden uns ein Führer und 2 Wachleute zugeteilt (im nur 15 km entfernten Kongo gibt es zahlreiche Rebellengruppen). Beim mittleren der 3 Wasserfälle gingen wir auch im ca. 15 °C kalten Wasser baden.

 

Nach der Tour im Bwindi Nationalpark reisten wir zunächst zum Hippo-Hill zurück. Am nächsten Tag ging es dann weiter über Kasese zum Ruwenzori-Nationalpark. Dort trafen wir zum ersten mal Kai, der den "inner circle" ohne Gipfelbesteigung gebucht hatte. Unser Veranstalter, der die Guides stellt war RMS (Rwenzori Mountaineering Services). Nach unserer Ankunft erhielten wir ein Briefing, auf dem uns die 4 Guides vorgestellt wurden. Danach wurden die Träger und Köche ausgewählt. Die Anzahl der Träger und Köche ergibt sich aus dem Gewicht des Gepäcks. Außer den Guides, Köchen und Trägern begleitete uns noch Novence, eine junge Frau, die den Status eines Trainee hatte. Nach ihrer Ausbildung sollte sie später Frauengruppen führen.