LEHRPFAD

Zittau K80 - Private Homepage

Zum Steinbruchmuseum gehört auch ein Lehrpfad, der um einige Steinbrüche herumführt. Unterwegs begegnet man immer wieder Relikten aus der Zeit des Steinbruchbetriebes. Man beginnt am Museum . Auf dem Vorplatz befanden sich einst Hundelbuden. Ein umfangreiches Gleisnetz erlaubte die Versorgung der einzelnen Arbeitsstätten mit Granitblöcken. Ein mehrstöckiges turmartiges Gebäude diente als Meisterzimmer und Arbeitsplatz für den Kranführer. Etwas weiter in südlicher Richtung trifft man auf ein Gebäude mit mehreren Holztoren. Mein Vater und Onkel Karl aus Thiemendorf arbeiteten einst hier. Außerdem gab es eine Schmiede in dem Gebäude. Man folgt dann weiter den Gleisanlagen und gelangt zu einer Bremsbahn die früher zum Eingang des Thadenbruches und in Richtung Hamannbruch führte. Der Thadenbruch ist einer der größten Steinbrüche der Königshainer Berge. Die Felswände ragen 30 bis 40 m in die Höhe. Auf dem Gipfel befand sich einst der Firstenstein, dessen letzte Reste Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gesprengt wurden. Der Thadenbruch ist ein Totalreservat, wo weder gebadet, getaucht oder geklettert werden darf.Vom Thadenbruch aus findet man auf dem weiteren Weg noch zahlreiche Gebäudereste. Bald erreicht man den imposanten Hamannbruch, an desse Südseite sich ein großer Felsen befindet, der im Volksmund als "Kaffeekrug" bezeichnet wird. Den Hamannbruch umgeht man am besten auf der Nordseite. Etwas versteckt im Wald findet man den kleinen Felsen, der als "Däumling" bezeichnet wird. Von hier aus sieht man mehrere Restlöcher alter Steinbrüche.Von der höchten Stelle auf der Südseite des Hamannbruches aus sind wir früher aus einer Höhe von 18 m ins Wasser gesprungen. Bald erreicht man des westliche Ende des Bruches. Von hier aus kann man auch einen Abstecher zum nahe gelegenen Totenstein unternehmen. Wer mutig ist, besteigt den "Kaffeekrug"! Dies ist an mehreren Stellen auch ohne Kletterausrüstung möglich. Vom Felsen aus hat man einen wunderbaren Ausblick in Richtung in Richtung Niesky. Der etwa 40 m tiefe Abgrund erfordert allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Nach der Besichtigung des Felsens empfielt sich der Weg zu den Steinbrüchen der Firma Königsberger auf der linken Seite der Hochsteinstraße. Gleich neben der Straße zum Hochstein befindet sich der Bruch III. Er besitzt ein wunderbar klares Wasser, das auch im Sommer nie sehr warm wird. Nur durch eine Steinmauer getrennt befindet sich südlich der Bruch I, wo ich als Schüler einst in den Ferien etwas Geld verdient habe.Auf dem Weg zurück zum Museum triftt man auf den Firstensteinbruch. Dieser Steinbruch ist sowohl bei Klettersportlern, als auch bei Badegästen sehr beliebt.