STEINBERG

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Der nur 318 m hohe Steinberg befindet sich im Mitteldorf auf der südlichen Seite des Ortes. Da der Berg nur  600  m vom elterlichen Haus entfernt ist, waren wir als Kinder sehr häufig dort. Im Sommer kraxelten wir auf den Felsen herum und im Winter führen wir Ski auf einer Wiese an der Nordseite des Berges.

Auf dem Berg ließ Adolph von  Schachmann im Jahre  1774 ein Belverdere (schöne Aussicht)   im Stil des Toscana-Klassizismus errichten.  Vom Belverdere aus kann man, falls der Baumbewuchs begrenzt wird, zum Schloss sowie zur Landekrone sehen. Bei klarer Sicht erblickt man hinter der Landeskrone das Iser- und das Riesengebirge. Vom Belverdere aus gelangt man über eine Lichtung  nach kurzem Anstieg zum Gipfel. Dort findet man 4 aus Granitsteinen gemauerte Säulen, die offensichtlich früher zu einem Aussichtsturm gehörten.  Überall auf dem Berg findet man kleinere Felsen. Der populärste ist sicherlich das "Riesengrab", das sich am südlichen Ende der Bewaldung befindet. Archeologische Grabungen haben aber bisher nichts zu Tage gefördert, was die Namensherkunft erklären könnte. Immerhin lohnt es sich den Felsen zu betreten, weil man  von ihm wieder eine schöne Aussicht zur  Landeskrone und dem Sudetengebirge hat.

Auf einer Wiese auf der westlichen Seite des Berges befindet sich ein Gedenkstein für den Bauern und Richter  Daniel Flex, der hier durch französische Soldaten im Jahre 1813 hingerichtet wurde. Flex hatte die Franzosen um die Herausgabe beschlagnahmter Pferde gebeten.  Aber das war den Franzosen, die im Nachbarort Markersdorf   ein Fiasko erlitten hatten, bereits zu viel. Durch eine einzige Kanonenkugel, abgefeuert durch russische Truppen  vom Hotherberg aus, waren Napoleons wichtigster Berater Marschall Duroc sowie der General Kirchner getötet worden. Napoleon besuchte Marschall Duroc noch am Sterbebett auf dem Hanspach`schen Hof in Markersdorf.  Die Szene wurde später durch Charles Louis Kratke auf einem Gemälde festgehalten.