DAMALS

Zittau K80 - Private Homepage

Das Studium begann im September 1980 mit der "Roten Woche". Das waren ein paar Tage mit Vorlesungen über den Marxismus-Leninismus. Danach ging es für 2 Wochen zum Ernteeinsatz. Ein paar von uns wurden in die nahe Agrarregion Niesky geschickt, um den Genossenschaftsbauern bei der Kartoffelernte zu helfen. Ich fuhr einen Traktor der Marke "Bjelorus" und ab und zu einen Gabelstapler in der Kartoffelhalle. Wir waren in einem Wohnheim des Kraftwerkes Hagenwerder am Quitzdorfer Stausee untergebracht, das ich bereits aus der Zeit vor meinem Studium kannte, als ich noch im Kraftwerk als Maschinist tätig war.

Das nur 8 km vom Studienort entfernt gelegene Zittauer Gebirge war für uns häufig ein Ziel für Ausflüge. Im Frühjahr 1982 fuhren wir mit der dampfgetriebenen Kleinbahn nach Jonsdorf. Dort wanderten wir durch die kleine Felsengasse zunächst zum Falkenstein und dann an der "Orgel" entlang, um zum Schluss in einer ordentlichen Gaststätte einzukehren.

Im 6. Semester fanden Lehrgänge zur Landesverteitigung statt. Dies Mädchen und wehruntauchlichen Jungs gingen zur einem Lehrgang über Zivilverteidigung (wie überlebt man einen Atomkrieg) nach Schkeuditz. Die Gediehnten gingen in das Armeelager nach Seelingstädt. Dort gab es neben der Kaserne und dem Truppenübungsplatz auch noch eine riesige Uranerzaufbereitungsanlage. Das Gasthaus "Club der Werktätigen" nannten wir deshalb "Club der Urangeschädigten". Leider habe ich vom Armeelager keine Fotos. Dankenswerter Weise hat mir jedoch Silvia Fotos aus den ZV-Lager zur Verfügung gestellt.


Vor einigen Jahren habe ich die Erlebnisse der Studentenzeit in einer kleinen Geschichte zusammengefasst, die ihr hier lesen könnt.