ZITTAU

Zittau K80 - Private Homepage

 

Auf diese Seite möchte ich über die Stadt Zittau berichten, insbesondere über die Situation, wie sie sich uns damals als Studenten in den 80er Jahren darstellen.

 

Die Geschichte der Stadt Zittau

Jahr

Ereignis

1238

In diesem Jahr wird der Name Zittau erstmalig in einer Urkunde des Klosters Marienthal erwähnt. Genannt wird darin ein Herr Chastoslaus de Sitavia.

1255

König Ottokar II. von Böhmen umreitet die Stadt, legt die Grenzen für die Stadtmauer fest und verleiht das Stadtrecht.

1268

Familie von Leipa stiftet den Franziskanermönchen in Zittau ein Kloster.

1346

Gegen die Willkür des Adels und zum Schutze des Friedens schließen sich die Städte Bautzen, Görlitz, Löbau, Kamenz, Luban (Lauban) und Zittau zum Sechsstädtebund zusammen. Diesen Städten werden bedeutende Privilegien verliehen. Zittau entwickelt sich zur reichsten Stadt in diesem Bunde.

1424

Zittau unterliegt der Übermacht der Hussisten.

1545

Reformationsbestrebungen in Zittau gipfeln in Einsetzung des evangelischen Pfarrers Heydenreich durch den bereits evangelisch gesinnten Rat.

1555

Die Pest verlangt der Stadt große Menschenopfer ab und kommt 1559 und 1599 erneut in ihren Mauern zum Ausbruch.

1586

Das Zittauer Gymnasium wird eingeweiht.

1631

Zittau ist in den Dreizigjährigen Krieg verwickelt.

1635

Im "Prager Frieden" wird Zittau Sachsen zugeordnet.

1757

Die Beschießung durch österreichische Truppen im Siebenjährigen Krieg löst den letzten großen Stadtbrand aus. Zum Opfer fielen u.a. die Johanniskirche und das Rathaus.

1840

Grundsteinlegung für das 3. Zittauer Rathaus, das nach den Plänen von Schinkel errichtet wird.

1859

Eröffnung des Hauptbahnhofs.

1890

Die Kleinbahn Zittau-Oybin-Jobsdorf geht in Betrieb.

1969

Gründung der Ingnieurhochschule Zittau. Professor Hans-Joachim Hildebrandt, ein Schüler von Professor Pauer (TUD) wird erster Rektor.

1988

Zittau feiert den 750. Jahrestag der Stadtgründung.

1989

Die Bürger aus Zittau demonstrieren für politische Veränderungen.

1991

Der Betrieb im Tagebau Olbersdorf wird eingestellt. Seit 1912 wurde hier Kohle gefördert.

1992

Mit der Gründung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH) finden jahrhundertealte Traditionen in Bildung, Wissenschaft und Kunst in Zittau ihre Fortführung.

Bilder aus den 80er Jahren

 

Die Stadt Zittau besaß damals noch eine beträchliche Industrieproduktion. Neben insgesamt 5 Textilwerken, gab es noch das Federnwerk, die Roburwerke (Produktion von Klein-Lastkraftwagen) sowie Gießereien und eine Textilmaschinenfabrik. Außerdem gab es im Stadtgebiet noch zahlreiche Gärtnereien. Die Luft im Zittauer Becken war erheblich durch die Abgase der Industrie sowie die in das Nähe gelegenen Kraftwerke Hagenwerder, Hischfelde und Turów (Polen) belastet. Auch die Gewässer waren hochgradig verseucht. Das Wasser des Flusses Mandau war mit der Farbstoffen und Chemikalien aus den Textilwerken verunreinigt. Die Bausubstanz der Stadt verfiel immer mehr. Das "Albertkino", wo Vorlesungen stattfanden, war im Grunde eine Ruine, die man eigentlich baupolizeilich hätte sperren müssen.

Zittau nach der Wende

 

Nach der politischen Wende 1989 brach nahezu die gesamte Industrieproduktion zusammen. Textilien konnten in Asien viel billiger produziert werden. Und auch für die veralteten Robur-Fahrzeuge gab es keine Verwendung mehr. Außerdem wurde die Offiziershochschule geschlossen. Die jungen Bürger verließen scharenweise die Stadt in Richtung der westlichen Bundesländer. Immerhin blieb der Stadt die Hochschule erhalten. Wegen des Wegfalls der Industrie wurde die Luft nun sauber. Auch an der verrotteten Bausubstand konnte Vieles getan werden. So wurde Zittau nach und nach wieder zu einer ansehnlichen Kleinstadt, die von immer mehr Touristen besucht wird.